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LMS Rollout: Theorie vs. Praxis

LMS Rollout: Theorie vs. Praxis

Was Unternehmen bei der Einführung einer neuen Lernplattform beachten sollten und wie das in der Praxis aussehen kann

In der Theorie klingt vieles oft sehr einfach. Checklisten versprechen bei Einhaltung einen reibungslosen Ablauf, bleiben meist aber sehr theoretisch. Daher haben wir keine reine Checkliste für den reibungslosen Rollout eines Learning Management Systems (LMS) erstellt, sondern die theoretischen Empfehlungen mit praktischen Beispielen unserer Kunden ergänzt.

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1. Analyse der Bedürfnisse und Ziele

Bevor ein LMS ausgewählt wird, ist es wichtig, die spezifischen Bedürfnisse und Ziele des Unternehmens zu analysieren. Welche Fähigkeiten müssen entwickelt werden? Was wird an Schulungen benötigt? Welche Lernmethoden sind für die Mitarbeitenden am effektivsten? Diese Fragen müssen sorgfältig beantwortet werden, um eine maßgeschneiderte Lernplattform zu finden, die den Anforderungen des Unternehmens gerecht wird.

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Praktische Umsetzung bei REWE

Die REWE Group hat, als der Entschluss ein neues LMS einzuführen gefallen war, verschiedene Arbeitsgruppen gebildet. Dabei haben sie besonders darauf geachtet, alle Stakeholder, von IT über Betriebsrat sowie sämtliche Handelsfirmen einzubinden. So wurden gemeinsam 400-500 Use Cases entwickelt, die genaue Abläufe und Zugriffsrechte definieren.

2. Auswahl des Anbieters und der Lernplattform

Es gibt eine Vielzahl von Lernplattformen auf dem Markt, daher ist es wichtig, diejenige auszuwählen, die am besten zu den Bedürfnissen des Unternehmens passt. Die Plattform sollte benutzerfreundlich, flexibel und in der Lage sein, verschiedene Lerninhalte anzubieten, wie E-Learning-Kurse, interaktive Module und Videos.

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Praktischer Tipp: Persönliches Treffen

Nicht nur REWE, auch andere Kunden wie STIHL oder ALTANA empfehlen zunächst eine Vorauswahl von Anbietern zu treffen und einen Kriterienkatalog anzulegen. Egal ob mit einer Ausschreibung oder der gezielten Ansprache bestimmter Anbieter: Neben fachlichen Kriterien sollte auch ein persönlicher „Fit“ gegeben sein.

 

Denn ein LMS kauft man nicht für die nächsten 1-2 Jahre, weshalb man sich sowohl menschlich als auch fachlich gut aufgehoben fühlen sollte. Das herauszufinden gelingt am besten bei einem persönlichen Treffen.

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3. Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeitenden sowie Integration des LMS

Eine erfolgreiche Einführung erfordert die aktive Teilnahme und Unterstützung der Belegschaft. Vor der Implementierung sollten Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen durchgeführt werden, um das Bewusstsein für die Vorteile der Lernplattform zu schärfen und die Lernenden mit den Funktionen vertraut zu machen. Dabei ist eine klare Kommunikation über den Nutzen und die Ziele der Plattform entscheidend, um eine positive Einstellung zu fördern.

 

Die Einführung der Lernplattform sollte zudem schrittweise erfolgen, um eine reibungslose Integration zu gewährleisten. Wichtige Schritte sind die Bereitstellung einer umfassenden Anleitung für die Mitarbeitenden, die Schaffung von Lerngruppen und Foren zur Zusammenarbeit sowie die Integration der Plattform in bestehende Systeme und Prozesse des Unternehmens.

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Best practise: Lernen nach unserem Geschmack bei DoN

Das Gastro- und Cateringunternehmen DoN aus Österreich macht es vor. Ein LMS einzuführen und sinnvoll umzusetzen, sodass Mitarbeitende dadurch besser arbeiten können gelingt nur dann, wenn diese auch verstehen, wieso sie ihre bisherige Arbeit ab sofort anders machen sollen.

 

Daher hat DoN parallel zum LMS das Autorentool imc Express genutzt um zahlreiche Lerninhalte, Tutorials usw. vorab zu produzieren. Diese wurden den Mitarbeitenden immer nach und nach ausgespielt, um diese auf das System neugierig zu machen.

 

Gleichzeitig hat DoN vor Ort persönlich mit Mitarbeitenden gesprochen und „Stressherzen“ mit dem DoN Logo und einem QR Code zu einem Fun-Quiz über das Unternehmen geteilt. So standen die Mitarbeitenden dem System beim Start direkt positiv gegenüber, da sie sowohl die Funktionen als auch den Sinn bereits kannten.

DoN Stressherzen

4. Erfolgsmessung und Feedback

Die Wirksamkeit der Lernplattform sollte regelmäßig überwacht und gemessen werden. Dies kann durch Feedback, Leistungsindikatoren und Bewertungen der Lernergebnisse erfolgen. Das Unternehmen sollte bereit sein, auf Basis des Feedbacks Anpassungen vorzunehmen, um die Plattform kontinuierlich zu verbessern.

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Praxisbeispiel: Meisterhaft Lernen bei Jägermeister

Ein neues System, das weder genutzt noch nach Einführung optimiert wird, kostet vor allem eins: Geld und Nerven. Daher hat Jägermeister von Beginn an Plattformtests mit einzelnen Usergruppen durchgeführt und zwar sowohl fürs LMS als auch für ihren individuellen Lerninhalt. Nur durch dieses dezidierte Feedback können sie das System stetig weiterentwickeln.

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5. Kontinuierliche Weiterentwicklung

Die erfolgreiche Einführung einer Lernplattform ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Prozess. Das Unternehmen sollte in die kontinuierliche Weiterentwicklung der Plattform investieren, um sicherzustellen, dass sie den sich ändernden Bedürfnissen und Technologien gerecht wird.

 

 

Hier braucht es wohl keine weiteren Beispiele. Allerdings ist es wichtig zu betonen, dass auch ein bestehendes System Menschen braucht, die sich idealerweise in Vollzeit darum kümmern. Ein LMS „mal eben nebenbei“ zu betreuen ist in den wenigsten Fällen möglich geschweige denn zielführend. Denn auch Admins müssen regelmäßig weitergebildet werden, neue Kurse oder Lernpfade aufgesetzt werden und so weiter.

Fazit

Der Rollout eines LMS erfordert vor allem ein gutes Projektmanagement und das Commitment aller wichtigen Stakeholder. Sieht man das neue System als Chance, eingefahrene Strukturen im Unternehmen aufzubrechen und betreibt ein dezidiertes Change-Management, kann dies Auswirkungen auf das gesamte Unternehmen haben.

Haben Sie weitere Fragen zu dem Thema oder möchten sich mit unseren Expert*innen austauschen? Dann kontaktieren Sie uns!

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Nadine Kreutz
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